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Arbeit & Leben | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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Hier finden Sie: Engagierte Denkanstöße, provokative Thesen, kritische Betrachtungen und Auseinandersetzungen zu folgenden Themen:
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Im Gegensatz zu Angestellten oder Unternehmern bewegen sich Freiberufler in arbeits- und sozial- rechtlichen Grauzonen, in denen es de facto keine verbindlichen Tarifregelungen und keine politisch einflussreiche Interessensvertretung gibt. Im Zuge der Zerstörung staatlicher Institutionen durch rigorosen Sozialabbau und einer sich immer mehr verschärfenden Massenarbeitslosigkeit werden selbst qualifizierte (!) und arbeitswillige Fachleute an den Rand ihrer Existenz gebracht. Wissen, Arbeit und Fleiß sind heute leider keine Garanten mehr für Ihre Existenzsicherung ! Wer Arbeit findet, aber sie nicht bekommt, weil fast jeder potentielle Arbeitgeber von vornherein reflexartig ohne Berücksichtigung der Bewerber- situation Absagen erteilt, ist auf freiberufliche Tätigkeit auf Gewerbeschein angewiesen. Die Zahl dieser unfreiwilligen "Unternehmer" steigt täglich und wird langsam, aber sicher zur Norm. Sie besitzen oft nicht mehr als ihre eigene Arbeits- kraft und sind daher für das Überleben im freien Wirtschaftsmarkt kaum oder gar nicht gerüstet. Als rechtliches Freiwild werden sie leicht Opfer wirtschaftskrimineller Ausbeutungsstrategien. Das Driften ins soziale Abseits und die Bedrohung der Existenz sind vorprogrammiert. Wir sind im Begriff, eine Gesellschaft aus Scheinselb- ständigen und "Arbeitskraft-Unternehmern" zu werden, die in Wirklichkeit nichts anderes sind als moderne Tagelöhner ohne gesichterte Existenz und ohne beruflichen Rechtsschutz ! Besonders deutlich wird dies in den freien und kreativen Berufen unseres Medienzeitalters. im Kapitel "Freiberufliche Erwerbsarbeit" in der Rubrik Karriere-Planung "Karriere-Ratgeber A". Welche Erfahrungen haben Sie gemacht ? Ihre Meinung ist im Forum gefragt ! "Arbeitsverhältnisse: ausnutzende oder dubiose Fälle" im neuen MLG-Forum. Hier klicken. "Arbeitsvergütung: trotz Arbeit existenzgefährdet..." im neuen MLG-Forum. Hier klicken.
"Wer viel arbeitet, verdient viel." Kalender-Sprüche von einst, die heute leider nur noch bedingt Gültigkeit haben. Besonders den Erwerbstätigen in freien und kreativen Berufen entlocken sie nur ein verbittertes Schmunzeln in Kenntnis der wahren Arbeits- bedingungen. Es mag zwar Freiberufler geben, die aufgrund zahlreicher Referenzen und praktischer Erfahrungen genug Kunden haben, die Aufträge auch tatsächlich vergüten. Doch das ist leider nicht die Regel. Wie Sie schon im vorange- gangenen Kapitel lesen konnten, werden immer mehr Erwerbsuchende durch die desolate Arbeitsmarktlage dazu genötigt, sich als Tagelöhner im Gewand eines selbständigen "Unternehmers" durchzuschlagen. Und was macht Auftragsuchende zu "Unternehmer" ? Der Gewerbeschein vom Ordnungsamt. Damit beginnt der gnadenlose Konkurrenzkampf, den immer weniger überleben. Mit nichts Anderem ausgestattet als seiner eigenen Arbeitskraft, dem notwendigen Fachwissen und ein paar Habseligkeiten, die er für sein Geschäftsleben braucht, zieht er als Einzelkämpfer gegen Heerscharen von unzähligen anderen Einzelkämpfern, denen oftmals jedes unfaire und geschäftssittenwidrige Mittel zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen recht ist. Der größte Risikofaktor ist zudem die Kundenakquise. Während Angestellte sofort ihre bezahlte Arbeit ausführen können bzw. für Akquisen vergütet werden, müssen Frei- berufler sehr viel Zeit und Arbeit investieren, um ihre eigentliche Arbeit erst ausüben zu können ! In dieser Phase verdienen Freiberufler nicht nur nichts, sondern zehren von ihrer mühselig angesparten Substanz. Je länger diese Jagd nach Arbeit dauert, desto weniger kann Geld in Qualifikationen und zeitgemäße Produktions- mittel investiert werden, die ständig vom Wirtschaftsmarkt gefordert werden, um konkurrenzfähig zu sein. Wird dann beruflich investiert, so fehlt es an anderer Stelle zur Bestreitung des Lebensunterhaltes. Selbst wenn Aufträge bearbeitet werden können, bleibt die Notwendigkeit zur weiteren Auftragssicherung bestehen. Sowohl freiberufliche Arbeit zu leisten und gleichzeitig sich um Aufträge werbend zu bemühen, ist eine Heraus- forderung, der kaum ein einzelner Erwerbsabhängiger gewachsen ist. Die Aufwendungen für Werbemaßnahmen werden immer gewaltiger und verschlingen fast alle zeitlichen und finanziellen Ressourcen. Einer der wichtigen Gründe hierfür ist die Tatsache, dass immer mehr Mitbewerber auf den Markt drängen und ihn somit zusammenbrechen lassen. Dieser Andrang wird sogar noch politisch propagiert, um die Arbeitslosen- Statistiken weniger abschreckend aussehen zu lassen. Als Folge erleben wir tagtäglich Insolvenzen und Konkurse, die viele Erwerbstätige in die Arbeitslosigkeit stürzen. Die wiederum soll durch erneutes Werben für freiberufliches und selbständiges Gewerbetreiben abgebaut werden, was den Andrang von Scheinselbständigen und Pseudo-Unternehmern erhöht und den Teufelskreis schließt. Um überhaupt noch zu Aufträgen zu kommen, gehen viele Freiberufler in Vorleistungen, die unter Umständen sehr kostspielig und existenzgefährend werden können. Das wird nur allzugerne von potentiellen Auftraggebern ausgenutzt, die als lachende Dritte Lohn-Dumping bis hin zu Leistungsprellerei und Hintergehungen unkontrolliert und strafrechtlich de facto unbehelligt praktizieren können. Das Einklagen berechtigter Forderungen hat nur auf dem Gesetzpapier, nicht aber in der Arbeitspraxis Aussicht auf Erfolg. Im Gegenteil: Bereits die Ankündigung einer arbeitsgerichtlichen Verfolgung von Auftragnehmer- Interessen veranlaßt skrupellose Unternehmer höchstens zu zynischem Grinsen oder zu Einschüchterungsgebärden unter Zuhilfenahme von Rechtsanwälten, die auf Unter- lassung wegen Ruf- und Geschäftsschädigung klagen. Das der um angemessenen Lohn geprellte Freiberufler dabei als Opfer die größten Ruf- und Geschäftsschädigungen erleidet, bleibt unberücksichtigt und verleugnet oder wird bestenfalls als bedauerlicher Einzelfall bagatellisiert, womit eine menschenverachtende Arbeitsethik gefördert wird ! All dieser verlust- und risikobelasteten Unternehmungen freiberuflich Tätiger ignorierend, gehen Finanzamt, Kranken- versicherungen und andere Versicherungsanstalten grund- sätzlich davon aus, dass jeder selbständig Erwerbstätige über regelmäßige Einnahmen verfügt, die die Begleichung der Lebenshaltungskosten gewährleisten. Gemäß dem Spruch "Wer viel arbeitet, verdient auch viel", wird ent- sprechend hoch steuerlich veranlagt und auch kräftig zur Versicherungs-Beitragskassse gebeten. So entstehen dem Freiberufler hohe Kosten, die selten in einem wirtschaftlich tragbaren Verhältnis zu den spärlichen Einnahmen stehen. Im Gegensatz zu tatsächlich unternehmerisch Tätigen, kann sich der Freiberufler nicht durch raffinierte Finanz- jonglage in den Bilanzbüchern dem gnadenlosen Zugriff des Finanzamtes erwehren und zudem noch staatliche Subventionen kassieren. Alle Last bleibt am kleinen und machtlosen Freiberufler hängen, der ohne effektiven Rechtsschutz und ohne politische Vertretung seiner Interessen wie Freiwild behandelt wird. Politiker verschließen ihre Augen und sehen keinen Handlungsbedarf, um diesem sozialen Mißstand entgegenzutreten.
letzten Rest politischen Gewissens durch Ihre eigenen Erfahrungsberichte ! Ihre Meinung ist im Forum gefragt! "Arbeitsverhältnisse: ausnutzende oder dubiose Fälle" im neuen MLG-Forum. Hier klicken. "Arbeitsvergütung: trotz Arbeit existenzgefährdet..." im neuen MLG-Forum. Hier klicken.
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Durch die Propagierung einer zügellosen Privatisierung der Wirtschaft werden immer mehr Arbeitsplätze abgebaut. Fusionen von Groß-Unternehmen und ein unter ungleichen Wirtschaftsbedingungen geführter Konkurrenzkampf (der daher nicht belebt, sondern vernichtet !), zwingen kleine und mittelständische Betriebe an den Rand der Existenz. Kaum ein Unternehmen kann oder will sich benötigte Arbeitskräfte leisten, obwohl genug Arbeit vorhanden ist. Die ausschließliche Orientierung am Profitmaximierungs- Prinzip für einige wenige Besitzende bedeutet die Aus- höhlung der Sozialstaatlichkeit und die Verelendung immer größerer Teile der erwerbsabhängigen Bevölkerung. Staatliche Institutionen sind hier gefordert, regulierend einzugreifen ! Doch Politiker, die das Volk repräsentieren und vor Schaden schützen sollen, entziehen dem Staat seine Machtkompetenzen zugunsten einer neoliberalis- tischen Wirtschaftspolitik im Sinne des "Laissez Affaire". Daraus folgt: Das Arbeitsamt verkommt zur bloßen Verwaltungs- maschinerie und kann keinen Einfluß nehmen auf die Beschäftigungspolitik der freien Wirtschaft. Selbst Sie als qualifizierter Arbeitsplatz-Bewerber können ohne genaue Angabe von Gründen von Personal- entscheidern rigoros abgelehnt werden. Schon Ihr Alter jenseits jugendlicher Frische (> 30 Jahre !) kann ins- besondere in freien und kreativen Berufen in der IT-, Werbe- und Medien-Branche Grund genug sein für eine Absage. Weitere Gründe für ein Scheitern finden Sie "Gründe für ein Scheitern der Bewerbung" im Karriere-Ratgeber "Im Allgemeinen". Hier klicken. Das Arbeitsamt darf hier nicht vermittelnd interagieren und hat in ohnmächtiger Demut willkürliche Absagen genauso zu akzeptieren wie Sie. Um nicht ganz unter der von der freien Privatwirtschaft erzeugten Arbeitslosigkeits-Finanzierungslast zusammen- zubrechen, wird immer öfter die Zumutbarkeits-Klausel als letzte Rettung in der Staatsnot bemüht. Das Arbeitsamt erzwingt hiermit Ihre Zusage als Arbeit- suchender, "..., alle Möglichkeiten zu nutzen, um meine Beschäftigungslosigkeit zu beenden. " (siehe Antrags- formular BA II 1 - 10.00 / Seite 2 / Punkt 2d ). Bei Ankreuzen von "nein": Streichung des Unterstützungsanspruches. Bei Ankreuzen von "ja": Möglichkeit, eine minder- oder gar unqualifizierte Tätigkeit aufnehmen zu müssen. Selbst dann, wenn Sie als Arbeitsuchender bereits vorqualifiziert und/oder vor kurzem neuqualifiziert worden sind. Folge beim Vorstellungsgespräch: Der Personalentscheider führt die Arbeitslosigkeit auf Ihre mangelnde Leistungsbereitschaft zurück und damit auf Ihre Selbstverschuldung. Es kommt entweder zur Absage oder zur minderqualifizierten Beschäftigung. Folgen für die berufliche Entwicklung: Es stehen Ihnen weder Zeit noch Geld für die qualifizierte Arbeitssuche zur Verfügung. Angemessene Berufs- Erfahrungen können Sie nicht erwerben, was Ihre Chancen auf einen besseren Arbeitsplatz zunichte macht. Diese hausgemachten "Sachzwänge" verhindern eine selbstbestimmte Karriere, selbst wenn Sie Ihres Glückes Schmied sein wollen. Somit wird die Forderung nach eigenständigen Qualifizierungsbemühungen und Kompetenz- erweiterungen ad absurdum geführt !
zum Billiglohn-Jobber degradieren wollen ? Hat Ihnen der Arbeitsamt-Berater trotz Ihrer zahlreichen Qualifikationen und Bewerbungs- bemühungen Vorwürfe gemacht oder mit Leistungs- entzug gedroht ? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht ? Ihre Meinung ist ist im Forum gefragt ! "Arbeitslosigkeit: Schicksale & Gegenmaßnahmen" im neuen MLG-Forum. Hier klicken. "Behörden-Schikane und Justizskandale im neuen MLG-Forum. Hier klicken.
Weshalb gibt es so viele arbeitslose Fachkräfte, die doch von der Wirtschaft dringend benötigt werden ? Die Qualifikationsprofile einerseits und die Anforderungs- profile andererseits werden immer komplexer und diffiziler. Bei einer so vielfältigen Modifikation der Profile greift das Schlüssel-Schloß-Prinzip nich mehr. Art und Umfang des Ursachen-Geflechtes für diese Problematik finden Sie im "Karriere-Ratgeber". Zur schnellen Orientierung nutzen Sie bitte die von wo aus Sie direkt zu den Artikeln bzw. Passagen über Fachkräfte im Karriere-Ratgeber gelangen. Hier klicken. Darauf basierend, möchte ich mit Ihnen Lösungsansätze entwickeln und ausarbeiten, die den aktuellen Bedingungen des Arbeitsmarktes gerecht werden. Ihre Meinungen und Vorschläge sind willkommen. "Arbeitslosigkeit: Schicksale & Gegenmaßnahmen" im neuen MLG-Forum. Hier klicken.
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Obdachlosigkeit in einer trendy-lifestyligen Spaßgesellschaft, in der schon konsum- und prestigemarkenhörige Kleinkinder mit Handys, PCs und elektronischen Unterhaltungsmedien aus- gestattet werden und später mit Erreichen der Volljährigkeit im eigenen (?) Auto zur Schule oder Arbeit fahren ? Wo doch jeder angeblich sein Glück selbst bestimmen und als Selbständiger zum erfolgreichen Unternehmer werden kann oder zum Millionär durch Teilnahme an Glücksspielen bzw. Quizsendungen ? Ja, denn was wir wahrnehmen, basiert auf Ersparnisse aus besseren Wirtschaftsjahren, von anderer Leute Geld oder von Krediten. Daher wird schleichende Verarmung und Obdachlosigkeit zwar nicht auf den ersten Blick offen- sichtlich, aber früher oder später (meist zu spät) von immer mehr Mitbürger bemerkt. Wie ein wucherndes Geschwür im widerstandslos gemachten Staatskörper, wächst die Verelendung jetzt sogar bis in solche sozialen Bevökerungsschichten, die sich einst dauer- haft sicher und versorgt wähnten. Ursache dieser Existenzbedrohung ist die vom skrupellosen Raubritter-Kapitalismus geförderte Arbeitsplatzvernichtung ! Wo Arbeitskraft als profitmindernder Kostenfaktor entwertet wird und Arbeitsplatzbewerber sich für ihre Bewerbung recht- fertigen müssen, um nicht als Wirtschaftsparasiten zu gelten, wo das Recht auf Arbeit und sozialer Sicherheit zur Utopie von "Sozial-Romantikern" erklärt und zynisch verhöhnt wird, da ist es auch nicht mehr verwunderlich, wenn Massenarbeits- losigkeit zur Norm wird. Unterstützt wird diese katastrophale Entwicklung durch die massenmediale Verbreitung sozial-darwinistischer und neo- liberalistischer Wirtschafts-Ideologien, die die rücksichts- lose Durchsetzung individueller Ausbeutungsgelüste durch einen ungleichen Wettbewerb auf Kosten Minderbemittelter propagieren. Der Markt wird gnadenlos überschwemmt mit sogenannten "Erfolgs"-Ratgeber-Bücher, "Erfolgs"-Stories über selb- ständiges Gewerbetreiben und viele andere Werke, die diese insbesondere us-amerikanische Ideologie dem zur Unmündigkeit und Selbsttäuschung Neigenden indoktrinieren. So steigt dann auch die Zahl der Unternehmensberater, die auf schnellen Eigen-Profit spekulieren und "Erfolgs-" Ratgeber verschlingen wie Kinder und Pubertierende ihre Comics. Mit diesem "Wissen" ausgestattet, raten sie Managern, Vorstandvorsitzenden und Unternehmensführern, wie sie ihre menschenverachtenden Beutezüge juristisch unbe- helligt und politisch genehmigt durchführen können. Der Umfang des Sozialrechtsabbaus und der Arbeitsplatz- vernichtung wird zum Gradmesser des unternehmerischen Erfolges, der von der Privat-Wirtschaft und den ihnen hörigen politischen Interessens-Vertretern euphorisch gefeiert wird. Die kurzfristig erzielten Umsatz-Erfolge der privaten Betriebswirtschaft gehen buchstäblich auf die Konten der Manager und Gesellschafter. Die dadurch entstehenden finanziellen Engpässe weiten sich schleichend zu Firmen- Insolvenzen aus und führen zum Firmenzusammenbruch und damit zum Konkurs. Allein in diesem Jahr (2002) werden in Deutschland ca. 40.000 Firmen-Insolvenzen erwartet, die das Heer der Arbeitslosen um eine halbe Million vergrößern. Und was unternehmen die den Staat repräsentierenden Politiker dagegen, die hoch und heilig bei Amtsantritt geschworen haben, den Nutzen des Volkes zu mehren und Schaden abzuwenden ? Selbstgefällig durch lebenslange "Diäten"-Versorgtheit, lassen sie der betriebswirtschaftlichen Willkür ihren freien Lauf und erklären ihrem Volk mit herablassender Gering- schätzung, dass dies nun mal zum selbstverständlichen Alltag einer Volkswirtschaft gehöre und die unter- nehmerische Freiheit unangetastet bleiben müsse ! Nicht genug damit, lassen sie es noch zu, dass Führungs- verantwortliche, die nachweislich durch Mißmanagement oder wirtschaftskriminelle Bereicherung Unternehmen in den Ruin getrieben haben, mit saftigen Abfindungen in Millionenhöhe belohnt werden ! Politische Gegenstimmen werden von vornherein als absurd und töricht zurückgewiesen und die Opfer verfehlter Wirtschaftspolitik als faul und dumm diffamiert. Diese Perversion wird noch dadurch gesteigert, dass dem um seine beruflichen Perspektiven Beraubte vorgeworfen wird, er sei an der Erwerbslosigkeit selber schuld und müsse diese nun durch eigenfinanzierte Qualifizierungsmaßnahmen überwinden oder bereit sein, als Billiglohnkraft zu jobben. Legitimiert wird diese Nötigung durch die Zumutbarkeits- klausel im Antragsformular auf Arbeitslosen-Unterstützung, das dem Arbeitsamt einzureichen ist. Diese Klausel erlaubt der Privatwirtschaft, ihre Opfer noch weitere Male als recht- loses Freiwild zu missbrauchen. Je häufiger dieser als Normalfall verharmloste Notzustand der Erwerbslosigkeit eintritt, desto beliebiger kann mit dem nicht mehr Anspruchsfähigem umgesprungen werden. Personalentscheider bewerten das Vorhandensein dieser Billiglohn-Jobs als mangelnde Berufserfahrung, Unfähigkeit zur qualifizierten Arbeit oder fehlendes Berufs-Engagement. Das führt dazu, dass sich Einstellungschancen ständig verschlechtern und der Arbeitssuchende keine Gelegenheit bekommt, qualifizierte Tätigkeiten auszuüben, selbst wenn er es wollte und könnte. Je geringer seine Verdienste werden, desto geringer wird auch seine Arbeitslosen-Unterstützung nach jeder Beendigung der Gelegenheitsarbeit. Bei Aufnahme einer erneuten minderqualifizierten Tätigkeit orientieren sich Personalchefs an der Höhe der vorangegangenen Arbeitslosen-Unterstützung. Dieser Teufelskreis zieht den Erwerbsuchenden sowohl finanziell als auch sozial immer weiter nach unten, bis er zum erpressbaren Sozialfall wird, der sich jeder menschen- unwürdigen Behandlung zu unterwerfen hat. "Existenzbezogene Erwerbsarbeit" aus dem allgemeinen Karriere-Ratgeber. Hier klicken. Immer häufiger und stärker werden die Klagen der Arbeitslosen, die eine solche Behandlung sogar auf den Arbeits- und Sozialämtern erleiden müssen: In regelmässigen Zeit-Abständen werden als arbeitslos Registrierte wie zur Bewährungsstrafe Verurteilte vor- geladen und müssen sich rechtfertigen, weswegen sie immer noch ohne versicherungspflichtige Arbeit seien. Obwohl die Privatwirtschaft dazu übergegangen ist, nur noch kurzbefristete oder freiberufliche Erwerbsarbeit ohne Sozialversicherungspflicht zu vergeben, wollen die Sach- bearbeiter des Arbeitsamtes nichts davon wissen. Sie stellen sich auch oft taub, wenn Bewerbungen erfolglos geblieben sind, weil nur noch entlassen und kaum mehr eingestellt wird. "Gründe für ein Scheitern der Bewerbung" im Karriere-Ratgeber "Im Allgemeinen". Hier klicken. Erklärungen, was getan wurde, um die Erwerbslosigkeit zu überwinden, können durch Wortabschneidereien ver- hindert und ignoriert werden. Selten anerkennen die Erwerbslosigkeits-Verwalter die Notwendigkeit einer Anhörung. Kaum einer von ihnen leistet Berufsberatung oder bietet eine den Qualifikationen des "Kunden" entsprechende Vermittlung an. Es liegen sogar Dokumentationen vor, die beweisen, dass bestimmte Arbeits- und Sozialämter beratende und unterstützende Tätigkeiten von Hilfsorganisationen für in Not geratene Menschen unter Androhung einer straf- und ordnungsrechtlichen Verfolgung zu unterbinden versuchen ! Doch auch diese schockierende Perversion ist noch steigerungsfähig: Im Zuge des Total-Ausverkaufs des sozialen Rechtsstaates durch grenzenlose Privatisierung und Liberalisierung der Wirtschaft, gibt es sogar Bestrebungen von auf Staatskosten lebenden Politikern, die eine Verkürzung der Bezugszeit von Arbeitslosenunterstützung sowie eine Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe fordern. Darüberhinaus werden auch die letzten Ersparnisse von Erwerbslosen erfragt, die er aufzubrauchen hat, um für Arbeitslosenunterstützung anspruchsberechtigt zu sein. Derart finanziell ausgebrannt, soll der in unverschuldete Not Geratene zu jeder sich ihm bietenden Billiglohnarbeit gezwungen werden, die in der Regel ohne sozialen Versicherungsschutz bleibt. Wie schnell kann der Erwerbslose dann in Versicherungs- löcher fallen. Bei Eintreten einer schweren Krankheit, eines Unfalls oder eines anderen existenzbedrohenden Schadens hat er ein Vermögen aus eigener leerer Tasche zu zahlen, was ihm natürlich unmöglich ist. Eine oft übersehende Gefahr besteht zudem im Nicht- Berücksichtigen der jeweils anwendbaren Versicherungs- rechtlichen Regelungen im Hinblick auf den aktuellen Erwerbsstatus. Je nachdem, ob der vormals Arbeitslose jetzt angestellt, freiberuflich, selbständig gewerbetreibend oder gemeinnützig tätig ist, ändert sich die Situation in der Steuerabführungs- und Sozialversicherungspflicht. Die Problematik besteht dabei nicht nur in einer sehr weit- läufig interpretierbaren Definition einer Erwerbsform, sondern auch im Vorhandensein mehrerer Erwerbsformen. Die fast nur noch für Verwaltungsfachangestellte durchschau- baren Regelungen lassen sich in der Arbeitspraxis oft schwer gegeneinander abgrenzen. Wer in Unkenntnis all dieser bürokratischen Hemmnisse nur nach Gutdünken Angaben über seinen Status beim Finanz- amt oder den Versicherungsanstalten macht, kann riskieren, dass er anderweitig ihm zustehende Rechte nicht wahrnehmen oder nur eingeschränkte Ansprüche geltend machen kann. So können Verbindlichkeiten entstehen, die im Bezug auf die Einnahmen unverhältnismäßig hoch sind bzw. die Ver- sicherungs-Leistungen ausschließen, ohne dass sich der Versicherte dessen bewußt ist. Ein derart lückenhafter Existenzschutz kann unter Umständen fatale Folgen haben und zur Mittellosigkeit führen. Die Auslagerung der Fachkompetenz in Sachen Existenz- schutz an Experten und diese für "Selbständige" nicht oder nur schwer vermittelbare Kompetenz zeigt wieder als eines von vielen Beispielen die Widersprüchlichkeit auf, in welcher Unselbständigkeit und Unmündigkeit der Bürger gehalten wird, dessen Selbständigkeit und eigenverant- wortliches Handeln überall Gegenstand der Wahlkampf- propaganda ist. "Erwerbsstatus: Rechtslage" im Karriere-Ratgeber "Im Besonderen". Hier klicken. Ein existenzzerstörender Fall kann auch der Versuch des notgedrungen Billiglohn-Jobbenden sein, seine berechtigten Lohnforderungen einzuklagen, wenn ihn sein Arbeitgeber in schamloser Ausnutzung seiner machtlosen Position um den kargen Lohn betrügen will, wie es heutzutage immer öfter praktiziert wird. Die Kosten für das arbeitsgerichtliche Verfahren werden in keinem wirtschaftlich tragbaren Ver- hältnis zum Streitwert stehen und sein "Budget" sprengen. "Scheinselbständigkeit - Tipps zur Stabilisierung Ihrer Rechtsposition". Hier klicken. Wenn der von Arbeitslosigkeit Betroffene auch noch nach außen hin den Schein eines unter normalem Lebens- standard Existierenden wahren möchte oder muß und zu- dem als Qualifizierter ohne Arbeitsmarktwert ständig in Qualifizierungsmaßnahmen und Bildungsmittel inves- tieren soll, können sich Schuldenberge auftürmen, die nicht mehr abtragbar sind und zum totalen Ruin führen. "Lebenslanges Lernen: Qualifizieren wir uns in den Ruin ?" Hier klicken. Noch sehr viel desolater sieht es in puncto private Altersvorsorge und Rentenversicherung aus. Denn: Wovon sollen diese finanziert werden, wenn sozial- versicherungspflichtige Arbeit immer mehr abgebaut wird und so keine existenzermöglichenden Renten- ansprüche mehr geltend gemacht werden können ? Wovon die private Altersvorsorge finanzieren, wenn das Tagelöhnergeld nicht mal mehr zur Bestreitung des gegenwärtigen Lebens ausreicht ? "Durch freiberufliche Arbeit viel Geld verlieren statt verdienen ?" Hier klicken.) Damit wäre endgültig der Schritt vom Mittellosen zum Obdachlosen vollzogen und ein ehemals qualifizierter und arbeitswilliger Erwerbsstrebender zum "Bettler" degradiert ! Besonders Freiberufler und Kreative, sowie alle durch politstrategisches Kalkül zur (Schein-)Selbständigkeit Gezwungenen (jeder auf Gewerbeschein Arbeitende ent- lastet die Arbeitslosen-Statistik) werden als rechtloses Freiwild mißbraucht und sind der hemmungslosen Aus- beutung ausgeliefert. Langsam aber sicher werden sie an den Rand der gesell- schaftlichen Existenz gedrängt, bis sie zwischen Erwerbs- losigkeit, unbezahlter Arbeit und modernem Tagelöhnertum von der Hand in den Mund lebend zum Sozialfall generieren und Gefahr laufen, der Obdachlosigkeit anheim zu fallen ! "Existenz- und Alterssicherung" im Karriere-Ratgeber. Hier klicken. Selbst die so angeblich händeringend gesuchten Fachleute (insbesondere die der IT-Branche) werden seit Zusammen- bruch der New Economy (gegen Ende des Jahres 2000) entlassen oder müssen zu Dumping-Preisen arbeiten. Sie haben es geschafft, sich durch ihre eigenen Systeme selbst wegzurationalisieren bzw. sich zu entwerten. Die einzigen, so scheint es, die um ihren Arbeitsplatz nie bangen, geschweige denn kämpfen müssen, sind die "Berufsberater" und Verwalter im "Kunden-Service" des Arbeitsamtes, dem es immer wieder gelingt, seine verlorenen "Kunden" schnell wiederzugewinnen. "Behörden-Schikane & Justizskandale im neuen MLG-Forum. Hier klicken. "Arbeitslosigkeit: Schicksale & Gegenmaßnahmen" im neuen MLG-Forum. Hier klicken.
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