Arbeit & Leben

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Arbeit & Leben


Vorwort
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Freiberufliche Arbeit
(Lesezeit für dieses Kapitel: 00 Minuten)

Arbeitslosigkeit
(Lesezeit für dieses Kapitel: 00 Minuten)

Beruf- und Privatleben
(Lesezeit für dieses Kapitel: 00 Minuten)

Soziologische Entwicklungen
(Lesezeit für dieses Kapitel: 00 Minuten)

Sonstiges
(Lesezeit für dieses Kapitel: 00 Minuten)






Vorwort



Inhalt

Lesezeit: 00 Minuten


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Freiberufliche Arbeit



Freiberufler & Kreative: Rechtlose
    Tagelöhner unter Willkürherrschaft ?

Lesezeit: ca. 4 Minuten


Im Gegensatz zu Angestellten oder Unternehmern
bewegen sich Freiberufler in arbeits- und sozial-
rechtlichen Grauzonen, in denen es de facto keine
verbindlichen Tarifregelungen und keine politisch
einflussreiche Interessensvertretung gibt.

Im Zuge der Zerstörung staatlicher Institutionen
durch rigorosen Sozialabbau und einer sich
immer mehr verschärfenden Massenarbeitslosigkeit
werden selbst qualifizierte (!) und arbeitswillige
Fachleute an den Rand ihrer Existenz gebracht.

Wissen, Arbeit und Fleiß sind heute leider keine
Garanten mehr für Ihre Existenzsicherung !

Wer Arbeit findet, aber sie nicht bekommt, weil
fast jeder potentielle Arbeitgeber von vornherein
reflexartig ohne Berücksichtigung der Bewerber-
situation Absagen erteilt, ist auf freiberufliche
Tätigkeit auf Gewerbeschein angewiesen.

Die Zahl dieser unfreiwilligen "Unternehmer" steigt
täglich und wird langsam, aber sicher zur Norm.
Sie besitzen oft nicht mehr als ihre eigene Arbeits-
kraft und sind daher für das Überleben im freien
Wirtschaftsmarkt kaum oder gar nicht gerüstet.
Als rechtliches Freiwild werden sie leicht Opfer
wirtschaftskrimineller Ausbeutungsstrategien.
Das Driften ins soziale Abseits und die Bedrohung
der Existenz sind vorprogrammiert.

Wir sind im Begriff, eine Gesellschaft aus Scheinselb-
ständigen und "Arbeitskraft-Unternehmern" zu
werden, die in Wirklichkeit nichts anderes sind als
moderne Tagelöhner ohne gesichterte Existenz und
ohne beruflichen Rechtsschutz !

Besonders deutlich wird dies in den freien und
kreativen Berufen unseres Medienzeitalters.


zu weiterführenden ThemenLesen Sie dazu bitte auch die Artikel
im Kapitel "Freiberufliche Erwerbsarbeit"
in der Rubrik Karriere-Planung
"Karriere-Ratgeber A".



Welche Erfahrungen haben Sie gemacht ?
Ihre Meinung ist im Forum gefragt !

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"Arbeitsverhältnisse:
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Durch freiberufliche Arbeit
    viel Geld verlieren statt verdienen ?

Lesezeit: ca. 4 Minuten


    "Sich regen bringt Segen."
    "Wer viel arbeitet, verdient viel."

Kalender-Sprüche von einst, die heute leider nur noch
bedingt Gültigkeit haben. Besonders den Erwerbstätigen
in freien und kreativen Berufen entlocken sie nur ein
verbittertes Schmunzeln in Kenntnis der wahren Arbeits-
bedingungen.

Es mag zwar Freiberufler geben, die aufgrund zahlreicher
Referenzen und praktischer Erfahrungen genug Kunden
haben, die Aufträge auch tatsächlich vergüten. Doch das
ist leider nicht die Regel. Wie Sie schon im vorange-
gangenen Kapitel lesen konnten, werden immer mehr
Erwerbsuchende durch die desolate Arbeitsmarktlage
dazu genötigt, sich als Tagelöhner im Gewand eines
selbständigen "Unternehmers" durchzuschlagen.

Und was macht Auftragsuchende zu "Unternehmer" ?
Der Gewerbeschein vom Ordnungsamt. Damit beginnt
der gnadenlose Konkurrenzkampf, den immer weniger
überleben.

Mit nichts Anderem ausgestattet als seiner eigenen
Arbeitskraft, dem notwendigen Fachwissen und ein
paar Habseligkeiten, die er für sein Geschäftsleben
braucht, zieht er als Einzelkämpfer gegen Heerscharen
von unzähligen anderen Einzelkämpfern, denen oftmals
jedes unfaire und geschäftssittenwidrige Mittel zur
Erlangung von Wettbewerbsvorteilen recht ist.

Der größte Risikofaktor ist zudem die Kundenakquise.
Während Angestellte sofort ihre bezahlte Arbeit ausführen
können bzw. für Akquisen vergütet werden, müssen Frei-
berufler sehr viel Zeit und Arbeit investieren, um ihre
eigentliche Arbeit erst ausüben zu können !

In dieser Phase verdienen Freiberufler nicht nur nichts,
sondern zehren von ihrer mühselig angesparten Substanz.
Je länger diese Jagd nach Arbeit dauert, desto weniger
kann Geld in Qualifikationen und zeitgemäße Produktions-
mittel investiert werden, die ständig vom Wirtschaftsmarkt
gefordert werden, um konkurrenzfähig zu sein. Wird dann
beruflich investiert, so fehlt es an anderer Stelle zur
Bestreitung des Lebensunterhaltes.

Selbst wenn Aufträge bearbeitet werden können, bleibt die
Notwendigkeit zur weiteren Auftragssicherung bestehen.
Sowohl freiberufliche Arbeit zu leisten und gleichzeitig
sich um Aufträge werbend zu bemühen, ist eine Heraus-
forderung, der kaum ein einzelner Erwerbsabhängiger
gewachsen ist. Die Aufwendungen für Werbemaßnahmen
werden immer gewaltiger und verschlingen fast alle
zeitlichen und finanziellen Ressourcen.

Einer der wichtigen Gründe hierfür ist die Tatsache,
dass immer mehr Mitbewerber auf den Markt drängen und
ihn somit zusammenbrechen lassen. Dieser Andrang wird
sogar noch politisch propagiert, um die Arbeitslosen-
Statistiken weniger abschreckend aussehen zu lassen.

Als Folge erleben wir tagtäglich Insolvenzen und Konkurse,
die viele Erwerbstätige in die Arbeitslosigkeit stürzen.
Die wiederum soll durch erneutes Werben für freiberufliches
und selbständiges Gewerbetreiben abgebaut werden, was den
Andrang von Scheinselbständigen und Pseudo-Unternehmern
erhöht und den Teufelskreis schließt.

Um überhaupt noch zu Aufträgen zu kommen, gehen
viele Freiberufler in Vorleistungen, die unter Umständen
sehr kostspielig und existenzgefährend werden können.

Das wird nur allzugerne von potentiellen Auftraggebern
ausgenutzt, die als lachende Dritte Lohn-Dumping bis hin
zu Leistungsprellerei und Hintergehungen unkontrolliert
und strafrechtlich de facto unbehelligt praktizieren können.

Das Einklagen berechtigter Forderungen hat nur auf dem
Gesetzpapier, nicht aber in der Arbeitspraxis Aussicht
auf Erfolg. Im Gegenteil: Bereits die Ankündigung einer
arbeitsgerichtlichen Verfolgung von Auftragnehmer-
Interessen veranlaßt skrupellose Unternehmer höchstens
zu zynischem Grinsen oder zu Einschüchterungsgebärden
unter Zuhilfenahme von Rechtsanwälten, die auf Unter-
lassung wegen Ruf- und Geschäftsschädigung klagen.

Das der um angemessenen Lohn geprellte Freiberufler
dabei als Opfer die größten Ruf- und Geschäftsschädigungen
erleidet, bleibt unberücksichtigt und verleugnet oder wird
bestenfalls als bedauerlicher Einzelfall bagatellisiert, womit
eine menschenverachtende Arbeitsethik gefördert wird !

All dieser verlust- und risikobelasteten Unternehmungen
freiberuflich Tätiger ignorierend, gehen Finanzamt, Kranken-
versicherungen und andere Versicherungsanstalten grund-
sätzlich davon aus, dass jeder selbständig Erwerbstätige
über regelmäßige Einnahmen verfügt, die die Begleichung
der Lebenshaltungskosten gewährleisten. Gemäß dem
Spruch "Wer viel arbeitet, verdient auch viel", wird ent-
sprechend hoch steuerlich veranlagt und auch kräftig zur
Versicherungs-Beitragskassse gebeten.

So entstehen dem Freiberufler hohe Kosten, die selten in
einem wirtschaftlich tragbaren Verhältnis zu den spärlichen
Einnahmen stehen.

Im Gegensatz zu tatsächlich unternehmerisch Tätigen,
kann sich der Freiberufler nicht durch raffinierte Finanz-
jonglage in den Bilanzbüchern dem gnadenlosen Zugriff
des Finanzamtes erwehren und zudem noch staatliche
Subventionen kassieren.

Alle Last bleibt am kleinen und machtlosen Freiberufler
hängen, der ohne effektiven Rechtsschutz und ohne politische
Vertretung seiner Interessen wie Freiwild behandelt wird.

Politiker verschließen ihre Augen und sehen keinen
Handlungsbedarf, um diesem sozialen Mißstand entgegenzutreten.

    Öffnen Sie ihnen die Augen und rütteln Sie am
    letzten Rest politischen Gewissens durch Ihre
    eigenen Erfahrungsberichte !

    Ihre Meinung ist im Forum gefragt!

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Bedarf nur noch für Billiglohnkräfte
    und anspruchsfreie Fachleute ?

Lesezeit: ca. 4 Minuten


Text Text Text





Arbeitslosigkeit



Darf das Arbeitsamt Sie als
qualifizierten Erwerbslosen zum Billiglohn-
Jobber zwangsdegradieren ?

Lesezeit: ca. 4 Minuten


Durch die Propagierung einer zügellosen Privatisierung
der Wirtschaft werden immer mehr Arbeitsplätze abgebaut.
Fusionen von Groß-Unternehmen und ein unter ungleichen
Wirtschaftsbedingungen geführter Konkurrenzkampf (der
daher nicht belebt, sondern vernichtet !), zwingen kleine
und mittelständische Betriebe an den Rand der Existenz.

Kaum ein Unternehmen kann oder will sich benötigte
Arbeitskräfte leisten, obwohl genug Arbeit vorhanden ist.
Die ausschließliche Orientierung am Profitmaximierungs-
Prinzip für einige wenige Besitzende bedeutet die Aus-
höhlung der Sozialstaatlichkeit und die Verelendung immer
größerer Teile der erwerbsabhängigen Bevölkerung.

Staatliche Institutionen sind hier gefordert, regulierend
einzugreifen ! Doch Politiker, die das Volk repräsentieren
und vor Schaden schützen sollen, entziehen dem Staat
seine Machtkompetenzen zugunsten einer neoliberalis-
tischen Wirtschaftspolitik im Sinne des "Laissez Affaire".

Daraus folgt:
Das Arbeitsamt verkommt zur bloßen Verwaltungs-
maschinerie und kann keinen Einfluß nehmen auf die
Beschäftigungspolitik der freien Wirtschaft.

Selbst Sie als qualifizierter Arbeitsplatz-Bewerber
können ohne genaue Angabe von Gründen von Personal-
entscheidern rigoros abgelehnt werden. Schon Ihr Alter
jenseits jugendlicher Frische (> 30 Jahre !) kann ins-
besondere in freien und kreativen Berufen in der IT-,
Werbe- und Medien-Branche Grund genug sein für eine
Absage. Weitere Gründe für ein Scheitern finden Sie


zu weiterführenden Themenim Artikel
"Gründe für ein Scheitern der Bewerbung"
im Karriere-Ratgeber "Im Allgemeinen".
Hier klicken.




Das Arbeitsamt darf hier nicht vermittelnd interagieren
und hat in ohnmächtiger Demut willkürliche Absagen
genauso zu akzeptieren wie Sie.

Um nicht ganz unter der von der freien Privatwirtschaft
erzeugten Arbeitslosigkeits-Finanzierungslast zusammen-
zubrechen, wird immer öfter die Zumutbarkeits-Klausel
als letzte Rettung in der Staatsnot bemüht.

Das Arbeitsamt erzwingt hiermit Ihre Zusage als Arbeit-
suchender, "..., alle Möglichkeiten zu nutzen, um meine
Beschäftigungslosigkeit zu beenden. " (siehe Antrags-
formular BA II 1 - 10.00 / Seite 2 / Punkt 2d )
.

Bei Ankreuzen von "nein":
Streichung des Unterstützungsanspruches.

Bei Ankreuzen von "ja":
Möglichkeit, eine minder- oder gar unqualifizierte
Tätigkeit aufnehmen zu müssen. Selbst dann, wenn
Sie als Arbeitsuchender bereits vorqualifiziert
und/oder vor kurzem neuqualifiziert worden sind.

Folge beim Vorstellungsgespräch:
Der Personalentscheider führt die Arbeitslosigkeit auf
Ihre mangelnde Leistungsbereitschaft zurück und damit
auf Ihre Selbstverschuldung. Es kommt entweder zur
Absage oder zur minderqualifizierten Beschäftigung.

Folgen für die berufliche Entwicklung:
Es stehen Ihnen weder Zeit noch Geld für die qualifizierte
Arbeitssuche zur Verfügung. Angemessene Berufs-
Erfahrungen können Sie nicht erwerben, was Ihre
Chancen auf einen besseren Arbeitsplatz zunichte macht.

Diese hausgemachten "Sachzwänge" verhindern
eine selbstbestimmte Karriere, selbst wenn Sie Ihres
Glückes Schmied sein wollen.

Somit wird die Forderung nach eigenständigen
Qualifizierungsbemühungen und Kompetenz-
erweiterungen ad absurdum geführt !




Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit-
Was läuft falsch auf dem Arbeitsmarkt ?

Lesezeit: 00 Minuten


Weshalb gibt es so viele arbeitslose Fachkräfte,
die doch von der Wirtschaft dringend benötigt werden ?

Die Qualifikationsprofile einerseits und die Anforderungs-
profile andererseits werden immer komplexer und diffiziler.
Bei einer so vielfältigen Modifikation der Profile
greift das Schlüssel-Schloß-Prinzip nich mehr.

Art und Umfang des Ursachen-Geflechtes für diese
Problematik finden Sie im "Karriere-Ratgeber".

Zur schnellen Orientierung nutzen Sie bitte die


zu weiterführenden Themen Linksammlung des Stichwortverzeichnisses,
von wo aus Sie direkt zu den Artikeln bzw.
Passagen über Fachkräfte im Karriere-Ratgeber
gelangen. Hier klicken.




Darauf basierend, möchte ich mit Ihnen Lösungsansätze
entwickeln und ausarbeiten, die den aktuellen Bedingungen
des Arbeitsmarktes gerecht werden.

Ihre Meinungen und Vorschläge sind willkommen.


zu weiterführenden ThemenLesen Sie dazu bitte auch die Postings zu:
"Arbeitslosigkeit:
  Schicksale & Gegenmaßnahmen"

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Erwerbslose Zeiten von Freiberuflern
müßten Arbeitslosenstatus auslösen !

Lesezeit: 00 Minuten


Hier wird demnächst der angekündigte Artikel erscheinen.




Wie schnell folgt der
Arbeitslosigkeit die Obdachlosigkeit ?

Lesezeit: 9 Minuten


Obdachlosigkeit in einer trendy-lifestyligen Spaßgesellschaft,
in der schon konsum- und prestigemarkenhörige Kleinkinder
mit Handys, PCs und elektronischen Unterhaltungsmedien aus-
gestattet werden und später mit Erreichen der Volljährigkeit
im eigenen (?) Auto zur Schule oder Arbeit fahren ?

Wo doch jeder angeblich sein Glück selbst bestimmen
und als Selbständiger zum erfolgreichen Unternehmer
werden kann oder zum Millionär durch Teilnahme an
Glücksspielen bzw. Quizsendungen ?

Ja, denn was wir wahrnehmen, basiert auf Ersparnisse
aus besseren Wirtschaftsjahren, von anderer Leute Geld
oder von Krediten. Daher wird schleichende Verarmung
und Obdachlosigkeit zwar nicht auf den ersten Blick offen-
sichtlich, aber früher oder später (meist zu spät) von
immer mehr Mitbürger bemerkt.

Wie ein wucherndes Geschwür im widerstandslos gemachten
Staatskörper, wächst die Verelendung jetzt sogar bis in
solche sozialen Bevökerungsschichten, die sich einst dauer-
haft sicher und versorgt wähnten.

Ursache dieser Existenzbedrohung ist die vom skrupellosen
Raubritter-Kapitalismus geförderte Arbeitsplatzvernichtung !

Wo Arbeitskraft als profitmindernder Kostenfaktor entwertet
wird und Arbeitsplatzbewerber sich für ihre Bewerbung recht-
fertigen müssen, um nicht als Wirtschaftsparasiten zu gelten,
wo das Recht auf Arbeit und sozialer Sicherheit zur Utopie
von "Sozial-Romantikern" erklärt und zynisch verhöhnt wird,
da ist es auch nicht mehr verwunderlich, wenn Massenarbeits-
losigkeit zur Norm wird.

Unterstützt wird diese katastrophale Entwicklung durch die
massenmediale Verbreitung sozial-darwinistischer und neo-
liberalistischer Wirtschafts-Ideologien, die die rücksichts-
lose Durchsetzung individueller Ausbeutungsgelüste durch
einen ungleichen Wettbewerb auf Kosten Minderbemittelter
propagieren.

Der Markt wird gnadenlos überschwemmt mit sogenannten
"Erfolgs"-Ratgeber-Bücher, "Erfolgs"-Stories über selb-
ständiges Gewerbetreiben und viele andere Werke, die
diese insbesondere us-amerikanische Ideologie dem zur
Unmündigkeit und Selbsttäuschung Neigenden indoktrinieren.

So steigt dann auch die Zahl der Unternehmensberater,
die auf schnellen Eigen-Profit spekulieren und "Erfolgs-"
Ratgeber verschlingen wie Kinder und Pubertierende
ihre Comics.

Mit diesem "Wissen" ausgestattet, raten sie Managern,
Vorstandvorsitzenden und Unternehmensführern, wie sie
ihre menschenverachtenden Beutezüge juristisch unbe-
helligt und politisch genehmigt durchführen können.

Der Umfang des Sozialrechtsabbaus und der Arbeitsplatz-
vernichtung wird zum Gradmesser des unternehmerischen
Erfolges, der von der Privat-Wirtschaft und den ihnen
hörigen politischen Interessens-Vertretern euphorisch
gefeiert wird.

Die kurzfristig erzielten Umsatz-Erfolge der privaten
Betriebswirtschaft gehen buchstäblich auf die Konten der
Manager und Gesellschafter. Die dadurch entstehenden
finanziellen Engpässe weiten sich schleichend zu Firmen-
Insolvenzen aus und führen zum Firmenzusammenbruch
und damit zum Konkurs.

Allein in diesem Jahr (2002) werden in Deutschland
ca. 40.000 Firmen-Insolvenzen erwartet, die das Heer
der Arbeitslosen um eine halbe Million vergrößern.

Und was unternehmen die den Staat repräsentierenden
Politiker dagegen, die hoch und heilig bei Amtsantritt
geschworen haben, den Nutzen des Volkes zu mehren
und Schaden abzuwenden ?

Selbstgefällig durch lebenslange "Diäten"-Versorgtheit,
lassen sie der betriebswirtschaftlichen Willkür ihren freien
Lauf und erklären ihrem Volk mit herablassender Gering-
schätzung, dass dies nun mal zum selbstverständlichen
Alltag einer Volkswirtschaft gehöre und die unter-
nehmerische Freiheit unangetastet bleiben müsse !

Nicht genug damit, lassen sie es noch zu, dass Führungs-
verantwortliche, die nachweislich durch Mißmanagement
oder wirtschaftskriminelle Bereicherung Unternehmen in
den Ruin getrieben haben, mit saftigen Abfindungen in
Millionenhöhe belohnt werden !

Politische Gegenstimmen werden von vornherein als
absurd und töricht zurückgewiesen und die Opfer verfehlter
Wirtschaftspolitik als faul und dumm diffamiert.

Diese Perversion wird noch dadurch gesteigert, dass dem
um seine beruflichen Perspektiven Beraubte vorgeworfen
wird, er sei an der Erwerbslosigkeit selber schuld und müsse
diese nun durch eigenfinanzierte Qualifizierungsmaßnahmen
überwinden oder bereit sein, als Billiglohnkraft zu jobben.

Legitimiert wird diese Nötigung durch die Zumutbarkeits-
klausel im Antragsformular auf Arbeitslosen-Unterstützung,
das dem Arbeitsamt einzureichen ist. Diese Klausel erlaubt
der Privatwirtschaft, ihre Opfer noch weitere Male als recht-
loses Freiwild zu missbrauchen.

Je häufiger dieser als Normalfall verharmloste Notzustand
der Erwerbslosigkeit eintritt, desto beliebiger kann mit
dem nicht mehr Anspruchsfähigem umgesprungen werden.

Personalentscheider bewerten das Vorhandensein dieser
Billiglohn-Jobs als mangelnde Berufserfahrung, Unfähigkeit
zur qualifizierten Arbeit oder fehlendes Berufs-Engagement.
Das führt dazu, dass sich Einstellungschancen ständig
verschlechtern und der Arbeitssuchende keine Gelegenheit
bekommt, qualifizierte Tätigkeiten auszuüben, selbst wenn
er es wollte und könnte.

Je geringer seine Verdienste werden, desto geringer
wird auch seine Arbeitslosen-Unterstützung nach jeder
Beendigung der Gelegenheitsarbeit. Bei Aufnahme einer
erneuten minderqualifizierten Tätigkeit orientieren
sich Personalchefs an der Höhe der vorangegangenen
Arbeitslosen-Unterstützung.

Dieser Teufelskreis zieht den Erwerbsuchenden sowohl
finanziell als auch sozial immer weiter nach unten, bis er
zum erpressbaren Sozialfall wird, der sich jeder menschen-
unwürdigen Behandlung zu unterwerfen hat.


zu weiterführenden ThemenLesen Sie dazu bitte auch den Artikel:
"Existenzbezogene Erwerbsarbeit" aus dem
allgemeinen Karriere-Ratgeber. Hier klicken.




Immer häufiger und stärker werden die Klagen der
Arbeitslosen, die eine solche Behandlung sogar auf
den Arbeits- und Sozialämtern erleiden müssen:

In regelmässigen Zeit-Abständen werden als arbeitslos
Registrierte wie zur Bewährungsstrafe Verurteilte vor-
geladen und müssen sich rechtfertigen, weswegen sie
immer noch ohne versicherungspflichtige Arbeit seien.

Obwohl die Privatwirtschaft dazu übergegangen ist, nur
noch kurzbefristete oder freiberufliche Erwerbsarbeit ohne
Sozialversicherungspflicht zu vergeben, wollen die Sach-
bearbeiter des Arbeitsamtes nichts davon wissen.

Sie stellen sich auch oft taub, wenn Bewerbungen
erfolglos geblieben sind, weil nur noch entlassen und
kaum mehr eingestellt wird.


zu weiterführenden ThemenLesen Sie dazu bitte auch den Artikel
"Gründe für ein Scheitern der Bewerbung"
im Karriere-Ratgeber "Im Allgemeinen".
Hier klicken.




Erklärungen, was getan wurde, um die Erwerbslosigkeit
zu überwinden, können durch Wortabschneidereien ver-
hindert und ignoriert werden.

Selten anerkennen die Erwerbslosigkeits-Verwalter die
Notwendigkeit einer Anhörung. Kaum einer von ihnen
leistet Berufsberatung oder bietet eine den Qualifikationen
des "Kunden" entsprechende Vermittlung an.

Es liegen sogar Dokumentationen vor, die beweisen,
dass bestimmte Arbeits- und Sozialämter beratende und
unterstützende Tätigkeiten von Hilfsorganisationen für
in Not geratene Menschen unter Androhung einer straf-
und ordnungsrechtlichen Verfolgung zu unterbinden versuchen !

Doch auch diese schockierende Perversion ist noch
steigerungsfähig:

Im Zuge des Total-Ausverkaufs des sozialen Rechtsstaates
durch grenzenlose Privatisierung und Liberalisierung der
Wirtschaft, gibt es sogar Bestrebungen von auf Staatskosten lebenden Politikern, die eine Verkürzung der Bezugszeit
von Arbeitslosenunterstützung sowie eine Zusammenlegung
von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe fordern.

Darüberhinaus werden auch die letzten Ersparnisse von
Erwerbslosen erfragt, die er aufzubrauchen hat, um für
Arbeitslosenunterstützung anspruchsberechtigt zu sein.

Derart finanziell ausgebrannt, soll der in unverschuldete
Not Geratene zu jeder sich ihm bietenden Billiglohnarbeit
gezwungen werden, die in der Regel ohne sozialen
Versicherungsschutz bleibt.

Wie schnell kann der Erwerbslose dann in Versicherungs-
löcher fallen. Bei Eintreten einer schweren Krankheit,
eines Unfalls oder eines anderen existenzbedrohenden
Schadens hat er ein Vermögen aus eigener leerer Tasche
zu zahlen, was ihm natürlich unmöglich ist.

Eine oft übersehende Gefahr besteht zudem im Nicht-
Berücksichtigen der jeweils anwendbaren Versicherungs-
rechtlichen Regelungen im Hinblick auf den aktuellen
Erwerbsstatus. Je nachdem, ob der vormals Arbeitslose
jetzt angestellt, freiberuflich, selbständig gewerbetreibend
oder gemeinnützig tätig ist, ändert sich die Situation in
der Steuerabführungs- und Sozialversicherungspflicht.

Die Problematik besteht dabei nicht nur in einer sehr weit-
läufig interpretierbaren Definition einer Erwerbsform,
sondern auch im Vorhandensein mehrerer Erwerbsformen.
Die fast nur noch für Verwaltungsfachangestellte durchschau-
baren Regelungen lassen sich in der Arbeitspraxis oft schwer
gegeneinander abgrenzen.

Wer in Unkenntnis all dieser bürokratischen Hemmnisse
nur nach Gutdünken Angaben über seinen Status beim Finanz-
amt oder den Versicherungsanstalten macht, kann riskieren,
dass er anderweitig ihm zustehende Rechte nicht wahrnehmen
oder nur eingeschränkte Ansprüche geltend machen kann.

So können Verbindlichkeiten entstehen, die im Bezug auf
die Einnahmen unverhältnismäßig hoch sind bzw. die Ver-
sicherungs-Leistungen ausschließen, ohne dass sich der
Versicherte dessen bewußt ist. Ein derart lückenhafter
Existenzschutz kann unter Umständen fatale Folgen haben
und zur Mittellosigkeit führen.

Die Auslagerung der Fachkompetenz in Sachen Existenz-
schutz an Experten und diese für "Selbständige" nicht
oder nur schwer vermittelbare Kompetenz zeigt wieder
als eines von vielen Beispielen die Widersprüchlichkeit auf,
in welcher Unselbständigkeit und Unmündigkeit der Bürger
gehalten wird, dessen Selbständigkeit und eigenverant-
wortliches Handeln überall Gegenstand der Wahlkampf-
propaganda ist.


zu weiterführenden ThemenLesen Sie dazu bitte auch die Artikel
"Erwerbsstatus: Rechtslage"
im Karriere-Ratgeber "Im Besonderen". Hier klicken.




Ein existenzzerstörender Fall kann auch der Versuch des
notgedrungen Billiglohn-Jobbenden sein, seine berechtigten
Lohnforderungen einzuklagen, wenn ihn sein Arbeitgeber in
schamloser Ausnutzung seiner machtlosen Position um den
kargen Lohn betrügen will, wie es heutzutage immer öfter
praktiziert wird. Die Kosten für das arbeitsgerichtliche
Verfahren werden in keinem wirtschaftlich tragbaren Ver-
hältnis zum Streitwert stehen und sein "Budget" sprengen.


zu weiterführenden ThemenLesen Sie dazu bitte auch den Artikel:
"Scheinselbständigkeit - Tipps zur Stabilisierung
Ihrer Rechtsposition"
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Wenn der von Arbeitslosigkeit Betroffene auch noch
nach außen hin den Schein eines unter normalem Lebens-
standard Existierenden wahren möchte oder muß und zu-
dem als Qualifizierter ohne Arbeitsmarktwert ständig
in Qualifizierungsmaßnahmen und Bildungsmittel inves-
tieren soll, können sich Schuldenberge auftürmen, die
nicht mehr abtragbar sind und zum totalen Ruin führen.


zu weiterführenden ThemenLesen Sie dazu bitte auch den Artikel:
"Lebenslanges Lernen: Qualifizieren wir uns
in den Ruin ?"
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Noch sehr viel desolater sieht es in puncto private
Altersvorsorge und Rentenversicherung aus. Denn:

Wovon sollen diese finanziert werden, wenn sozial-
versicherungspflichtige Arbeit immer mehr abgebaut
wird und so keine existenzermöglichenden Renten-
ansprüche mehr geltend gemacht werden können ?
Wovon die private Altersvorsorge finanzieren, wenn
das Tagelöhnergeld nicht mal mehr zur Bestreitung
des gegenwärtigen Lebens ausreicht ?


zu weiterführenden Themen(Lesen Sie dazu bitte auch den Artikel:
"Durch freiberufliche Arbeit viel Geld
verlieren statt verdienen ?"
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Damit wäre endgültig der Schritt vom Mittellosen zum
Obdachlosen vollzogen und ein ehemals qualifizierter und
arbeitswilliger Erwerbsstrebender zum "Bettler" degradiert !

Besonders Freiberufler und Kreative, sowie alle durch
politstrategisches Kalkül zur (Schein-)Selbständigkeit
Gezwungenen (jeder auf Gewerbeschein Arbeitende ent-
lastet die Arbeitslosen-Statistik) werden als rechtloses
Freiwild mißbraucht und sind der hemmungslosen Aus-
beutung ausgeliefert.

Langsam aber sicher werden sie an den Rand der gesell-
schaftlichen Existenz gedrängt, bis sie zwischen Erwerbs-
losigkeit, unbezahlter Arbeit und modernem Tagelöhnertum
von der Hand in den Mund lebend zum Sozialfall generieren
und Gefahr laufen, der Obdachlosigkeit anheim zu fallen !


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"Existenz- und Alterssicherung"
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Selbst die so angeblich händeringend gesuchten Fachleute
(insbesondere die der IT-Branche) werden seit Zusammen-
bruch der New Economy (gegen Ende des Jahres 2000)
entlassen oder müssen zu Dumping-Preisen arbeiten.
Sie haben es geschafft, sich durch ihre eigenen Systeme
selbst wegzurationalisieren bzw. sich zu entwerten.

Die einzigen, so scheint es, die um ihren Arbeitsplatz nie
bangen, geschweige denn kämpfen müssen, sind die
"Berufsberater" und Verwalter im "Kunden-Service"
des Arbeitsamtes, dem es immer wieder gelingt, seine
verlorenen "Kunden" schnell wiederzugewinnen.


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"Behörden-Schikane & Justizskandale
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Beruf- und Privatleben



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Soziologische Entwicklungen



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Sonstiges



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