Karriere: Bewerbung

 

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Bewerbung
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Bewerbung



Das Wesen der Bewerbung

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Wenn Sie die Risiken einer freiberuflichen oder selb-
ständigen Erwerbsarbeit nicht eingehen möchten oder
können, werden Sie sich um eine Arbeitsstelle im
Angestelltenverhältnis bewerben.

Ihre Bewerbung ist - was das Wort bereits enthält -
Werbung für Sie und Ihre Arbeitskraft.

Das bedeutet, dass Sie sich nach den gleichen
Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien der Werbung wie
ein Produkt vermarkten und verkaufen müssen.

So besteht Ihre Aufgabe darin, aus Ihrer Person
ein Markenprodukt mit großer Nachfrage zu machen.
Da ja auch Schauspieler wie Markenprodukte ge-
handelt werden, liegt ein Vergleich mit der Theater-
welt sehr nahe.

In diesem Falle ist es der Arbeitsmarkt, der die
Drehbücher schreibt und für die zu besetzenden
Rollen die geeigneten Darsteller sucht.

Mit Ihrer Bewerbung betreten Sie die Bühne des
Arbeitsmarktes. Ihr Publikum besteht aus Personal-
entscheider, bei denen Ihre fachlichen Kenntnisse
und Fähigkeiten sowie Ihre interpersonellen
Kompetenzen "rüberkommen" müssen.

Ihr Auftreten muß daher sehr authentisch, selbst-
bewußt und überzeugend sein, damit Sie ein En-
gagement bzw. ein Arbeitsvertrag bekommen.

Schauspielerei, Werbung und damit auch die
Bewerbung sind in ihrem Wesen sehr verwandt.

Denn allen drei ist gemeinsam, dass das Dargestellte
in seiner Erscheinungsform sich dem Erwarteten oder
Ersehnten des Publikums anzupassen hat.

Im Versuch, Träume zu bedienen und zu erfüllen,
muß jede der drei "Dream-Machines" sich zwischen
diametrale Welten bewegen:

    Dichtung und Wahrheit
    Schein und Sein
    Soll und Haben.
Die Kunst dieser drei Disziplinen besteht nun darin,
Bestandteile beider Welten eruierend und auslotend
so miteinander zu vermitteln, dass keine störenden
Interferenzen (durch Gegensatz-Überlagerungen
bedingte Darstellungs- und Stilbrüche) entstehen
und dass das in sich logisch und koherent erschein-
ende Gesamtbild den Erwartungshaltungen entspricht
und damit die Aktion zum Erwerb des umworbenen
Produktes auslöst.

Für Ihre Bewerbung bedeutet dies, dass Sie schon
im Vorwege alles daran setzen sollten, erst keine
Diskrepanzen aufkommen zu lassen zwischen
dem, wozu Sie beruflich besonders gut befähigt
sind und dem, womit Sie Ihren Lebensunterhalt
verdienen müssen.

Damit Sie also eine bestmögliche Übereinstimmung
erzielen, sollten Sie sich über Ihre persönlichen
Stärken und Fähigkeiten durch eine Kompetenz-
analyse Klarheit verschaffen und andererseits
- darauf basierend - das dafür geeignete Berufs-
feld auswählen und die Anforderungen / Erwar-
tungen dieses Arbeitsmarktes kennenlernen.

Sehen Sie sich dazu bitte auch meine Angebots-
seite zur Berufszielfindung an.



Info- und Adressquellen für Bewerbungen

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Damit Sie den Arbeitsmarkt besser durchschauen
und Adressen für Ihre Bewerbungen sammeln können,
sollten Sie folgende Quellen nutzen:

    Das Arbeitsamt mit seinen berufskundlichen
    Schriften, und den Broschüren zur Orientierung
    auf dem Arbeitsmarkt, sowie das periodisch er-
    scheinende Stellenangebotsblatt "MARKT+CHANCE"
    und die arbeitsamtseigenen Datenbanken mit Stellen-
    angeboten, die in den Ämtern über Benutzermasken
    an den Terminals abgerufen werden können.
    Öffentliche Büchereien, die sehr viel Auswahl an
    Fachbüchern bereithalten zu Berufsbildern, Aus-
    bildungsanbieter, Ratgeber für Bewerbungen, Vor-
    stellungsgespräche und Auswahlverfahren etc.
    Nachschlagewerke mit Branchen-Verzeichnissen
    von Firmen und deren Portraits liefern sehr
    viel Adressmaterial und Hintergrundinformationen
    zu Ihren favorisierten Unternehmen.
    Presse-Erzeugnisse: Fachzeitschriften, Magazine,
    Journale der Berufsverbände und lokale wie
    überregionale Zeitungen mit Stellenangebotsteil
    und den darin ausgewiesenen Anforderungsprofilen.
    Das Internet, das eine große Fundgrube ist auch
    für alle Fragen rund um den angestrebten Beruf
    und die dazu passende Bewerbung.
    Zu nennen sind insbesondere die Online-Jobbörsen
    und Berufsberatungs- und Karriere-Websites.
    Alle Verwandten und Bekannten, die in Ihrer Ziel-
    Branche arbeiten und über Bewerbungsgepflogen-
    heiten fachkundig berichten können. Mithilfe des
    "Private Networking" können Sie wertvolle
    Insidertipps und Hinweise auf demnächst vakant
    werdende bzw. neu-geplante Stellen erhalten.
    Desweiteren können Sie berufs und bewerbungs-
    bezogenes Info-Material anfordern von:
    Industrie- und Handelskammern, Gewerkschafts-
    verbänden, Verbänden und Förderungs-Instituten
    der Wirtschaft, Berufsschulen und anderen
    Lehrinstitutionen.
    Mittlerweile sind auch zahlreiche große Firmen
    dazu übergegangen, in Form von Broschüren oder
    multimedialen CD-ROMs über Ein- und Aufstiegs-
    chancen in Berufen ihrer Branche zu informieren
    und Tipps für die vom jeweiligen Personalchef
    gewünschten Bewerbungsunterlagen zusammen-
    zustellen.
Wie Sie sehen, gibt es jede Menge Möglichkeiten,
sich auf Bewerbungen professionell vorzubereiten.
An dieser Stelle ähnliche Bewerbungsratgeber mit
Checklisten aufzuführen, erspare ich Ihnen und mir.

Stattdessen geht es mir um die Klärung der Frage,
weshalb trotz der ständigen Zunahme all dieser
Ratgeber die Erfolgschancen immer geringer
werden und die Arbeitslosigkeit weiter ansteigt.

Natürlich sind die Gründe hierfür vielfältiger
und komplexer, als es uns die meisten Politiker
und Schmalspur-Experten glauben machen wollen.
Mit der bloßen quantitativen Gegenüberstellung
von Arbeitslosenzahlen und offenen Arbeitsplätzen
wird eine Milchmädchenrechnung aufgemacht, an
die die Verbreiter selbst nicht glauben können,
wenn sie nur ihren Verstand benutzen.

Vielmehr soll hiermit nur der Irrglaube verbreitet
werden, das Erwerbslose im Sinne des us-ameri-
kanischen (Alp-)Traumes die alleinige Schuld für
ihr vermeintliches Versagen haben und keine gesell-
schaftspolitischen Anstrengungen unternommen werden
müssen, um der Massenarbeitslosigkeit Herr zu werden.

Die freie - und nicht mehr soziale - Marktwirtschaft
benötigt nämlich die Arbeitslosigkeit, um ihre Wirt-
schaftsinteressen auf Kosten der sozial Schwächsten
durchsetzen zu können.

Dem Erwerbslosen wird eingetrichtert, er bräuchte nur
den Willen zur Arbeit aufbringen und sich an Berufs-
Ratgebern zu orientieren, um erfolgreich in den Arbeits-
markt einzusteigen und um sich damit wieder gesell-
schaftsfähig zu machen.

Die ausführlichen Auseinandersetzungen mit diesem
Thema und den Hintergründen und Zusammenhängen
der Arbeitslosigkeit finden Sie in der Rubrik:
"Denken > Arbeit & Leben".

Hier dagegen möchte ich nur aufzeigen, was alles
zu berücksichtigen ist, das Ihrem erhofften Erfolg
bei einer Bewerbung im Wege stehen kann
und aus ideologischen Gründen oft unerwähnt bleibt
oder bestenfalls nur verschleiert angedeutet wird.


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