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Multimedia-Ratgeber: Webdesign | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Spezial: Webdesign, Teil 1 b Alleine hieran wird schon deutlich, das der Webdesigner bereits über ausreichende Kenntnisse in der Erstellung, Bearbeitung und Optimierung von
-Dateien verfügen muß, um den Anforderungen des Mediums Internet gerecht werden zu können. "Sound"-Text nachträglich einfügen Auch wenn der angehende Webdesigner auf das Produzieren von Videos und internetgeeigneten Musik-Tracks verzichtet, kommt er nicht umhin, sich Wissen über die Erstellung von Webgrafiken anzueignen. Denn zum einen sind die meisten Grafiken urheberrechtlich geschützt und zum anderen muß vom Kunden eingereichtes Bildmaterial für das Web modifiziert werden (siehe oben). Selbstredend erst recht dann, wenn die Website mit fehlenden Illustrationen ergänzt werden muß und die Navigationsgrafiken dem Firmen-Design des Kunden (seiner Corporate Identity) entsprechen sollen. Die Technik des webgerechten Scannens und der nach- folgenden Bildbearbeitung gehören genauso dazu, wie ein Grundwissen über die Farbenlehre, Aufbau und Anwendung websicherer Farbsysteme, Vermeidung bzw. Beseitigung von Aliasing-Effekten und Pixel-Artefacten, ästhetische Design-Repertoires und typografisch wie ergonomisch korrekte Gestaltung. Hierfür erwartet der Arbeitsmarkt sichere Anwendungs- kenntnisse über folgende Wie Sie richtig bemerkt haben, ist das Programm "Fireworks" von Macromedia in allen drei Kategorien vertreten, was auch dessen Stärke ausmacht. Es ist speziell geschaffen für die Erstellung von Webgrafiken, denen auch Funktionen zugewiesen werden können. "Fireworks" ist somit ein "All-in-One-Tool", das als effizientes Webgrafik-Programm zur Grundausstattung eines jeden Webdesigners gehören sollte. Aus der gleichen Software-Schmiede stammt das Webautorsystem "Dreamweaver". Dieser WYSIWYG-Editor ergänzt die grafische Programm-Palette und erleichtert die Erstellung und Verwaltung von Webseiten. Hervorzuheben ist die größtenteils saubere Generierung von Auszeichnungs- und Steuerungsbefehlen (Vermeidung von unnötigem Datenballast, der das Darstellungsergebnis verfälschen kann) und die Möglichkeit, den so erzeugten Quell-Code einsehen und mittels entsprechendem Editor von Hand nachbessern zu können. Nach der Vorstellung der Grafik-Programme für Webdesigner seien jetzt die gängigsten WebEditor-Programme im Überblick genannt:
Die WYSIWYG-Editoren sind auch mit Funktionen ausgestattet, die das Erzeugen dynamischer Aktionen auf den Web-Seiten ermöglichen. Diese Funktionen beschränken sich in der Regel auf die Navigations-Technik. Beispiele hierfür sind die Effekte, die beim Überfahren einer Schaltfläche mit dem Mauszeiger entstehen. Dabei ändern sich meist Form, Farbe oder Beschriftung der Schaltfläche, was den aktuellen Status anzeigt (inaktiv / aktiviert / gedrückt / besucht). Beim dritten Zustand einer Schaltfläche (gedrückt) wird z.B. eine HTML-Seite aufgerufen oder eine Datei mit ihrem Anwendungsprogramm geöffnet. Welche Aktion beim Drücken der Schaltschläche ausgeführt wird, kann der Webdesigner bestimmen. Beim Status "besucht" wird deutlich, welche Seiten vom Net-Surfer bereits besucht bzw. welche Aktionen dieser veranlasst hat. Diese Darstellungstechnik dient der Orientierung beim Durchblättern (browsen) der Website, was im Gegensatz zum sequenziellen (linear aueinander folgenden) Erfassen von Inhalten in einem Print-Medium (Buch, Zeitung,Zeit- schrift etc.) absolut notwendig ist, da im Hypertext dieses Digital-Mediums willkürlich hin und her gesprungen werden kann. Neben dieser Technik gibt es natürlich sehr viel mehr Möglichkeiten, Dynamik auf Webseiten zu erzeugen. Der Schlüssel zur dynamischen und event-orientierten Webseitengestaltung liegt in der Integration einer Scriptsprache in den HTML-Quellcode. Diese Scriptsprache, die immer mehr an Bedeutung gewinnt und das "Erleben" einer Website prägt, ist:
Was können Sie noch alles mit JavaScript machen ? Hier einige Beispiele:
Diese und viele andere gängige Scripte müssen nicht immer wieder neu geschrieben werden. In Fachbüchern, Magazinen, auf CD-ROMs und im Internet befinden sich die fertigen "Listings" - jene Scripte, die nur noch übernommen und für den eigenen Zweck entsprechend angepaßt werden. Das erspart viel Arbeit und hilft auch demjenigen beim Erstellen dynamischer Webseiten, der ansonsten mit Programmierung und Informatik selten etwas zu tun hatte oder zu tun haben möchte. Grundsätzliche Kenntnisse über die JavaScript- Programmiertechnik sollten aber dennoch vorhanden sein, denn ohne ein Verständnis über die Funktionen der Script-Bestandteile kann selbst das individuelle Anpassen und Einbetten in den HTML-Quell-Code zum Problem werden. Auch kleinste Flüchtigkeitsfehler - und die können sich gerade in der Hektik der Auftragsausführung schnell einschleichen - können fatale Folgen für das Funktionieren eines Scriptes haben. Besonders gute bis fachlich sehr versierte Kenntnisse sind erst recht dann nötig, wenn komplexe Scripte stark modifiziert, mit anderen Scripten kombiniert oder total neu programmiert werden müssen. Weitaus anschaulicher und leichter nachvollziehbar für den eher gestalterisch Orientierten, ist eine andere offiziell normierte Sprache, die zum Standard- Know-how eines Webdesigners gehört:
Diese direkt für HTML entwickelte Ergänzungssprache bietet dem Webdesigner zwei Vorteile: Mit CSS können Sie bestimmen, wie z.B. Überschriften, Absätze oder Tabellen generell aussehen sollen. Sie stellen dabei Formatierungseigenschaften in Klassen zusammen und vergeben dafür Namen. Diese von Ihnen individuell erstellten Referenzlisten lagern Sie in externe Dateien aus. Von hier aus können Sie mit minimalstem Aufwand Gestaltungs-Änderungen gemäß Ihrer eigenen Wünsche oder der Wünsche Ihres Kunden vornehmen, die sich auf alle zuvor entsprechend gekennzeichneten Elemente auf der gesamten Website auswirken. Ein weiterer großer Vorteil von CSS ist die Erstellung von Layern (Schichten, Ebenen). Während HTML eine Anordnung seiner Elemente auf nur einer Ebene zuläßt, wird es mit der Layertechnik möglich, Texte, Grafiken und Tabellen in mehreren Ebenen anzulegen, in denen Sie diese Elemente frei und pixelgenau zueinander positionieren können. Doch auch hier kann nicht alles verwendet werden, was gestalterisch vorgesehen und theoretisch möglich ist, denn wie schon erwähnt, unterstützen und interpretieren die Browser nur das, was ihnen gemäß ihrer Eigenart und ihrer Version bekannt ist. So muß der Webdesigner stets Kompatibilitäts-Abgleiche vornehmen und Gestaltungslösungen für den gemeinsamen Nenner (= einheitliches Aussehen in allen Browsern) finden. Die bisher vorgestellten drei "Sprachen": HTML, CSS mit Layertechnik und Javascript bilden kombiniert das
Anwendungsbeispiele haben Sie bereits erlebt: Wenn Ihnen Text auf einer Homepage entgegen- kommt und sich abwechselnd vergrößert und verkleinert; wenn die Buchstaben eines über den Bildschirm flies- senden Textes ihre Farbe und Laufrichtung ändern; beim Werbe-Text-"fading" (Darstellung von 100 %iger Farbdeckkraft zur Transparenz und umgekehrt); wenn fliegende Texte oder Grafiken um ihre Achsen rotieren und Ihre Aufmerksamkeit erregen wollen. Neben diesen Werbezwecken dienenden Anwendungen, gibt es auch solche, die informieren wollen: Wenn Sie mit dem Mauszeiger über Text oder Grafik fahren und daraufhin eine erklärende Texttafel oder ein illustrierendes Bild wie aus dem Nichts erscheint und beim Verlassen der sensitiv gemachten Stelle wieder verschwindet. Oder wenn Ihnen analog / digital gestaltete Uhren als Bildschirmschoner oder in sich ständig in den Vordergrund bringende Fenster die Zeit und Ihre Verweildauer auf der Website anzeigen. Der selbstbestimmten Organisation der Informations- erfassung dienen die verschiebbaren Seitenelemente innerhalb einer DHTML-Seite. Diese Elemente sind als Layer angelegt und können per Mausklick bewegt bzw. per Drag and Drop (Ziehen und Fallenlassen) durch den Net-Surfer frei positioniert werden. Sie können sich bestimmt vorstellen, dass diese und andere Dynamik-Anwendungen durch die Verknüpfung der drei Sprachen vom Webdesigner recht viel analytisches und abstraktes Wissen aus der Programmierung fordert. Bis hierhin reicht das Spektrum des Wissens, das der Arbeitsmarkt von einem Webdesigner verlangt und deren Know-how-Elemente von Web-und Werbeagenturen und Media-Unternehmen als "Essentials" oder "Basics" in den Stellenangeboten vorausgesetzt werden. |
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